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Es wäre unfair, gegenüber allen seriös arbeitenden
Maklern, hier eine generell negative Bewertung
abzugeben. Tatsache ist aber leider, dass wir hier in
Ungarn mehr Menschen mit schlechten, als mit guten
Maklererfahrungen kennen gelernt haben. Woran liegt das?
Der hauptsächliche Kern, der Unzufriedenheit, sind wohl
die Gebühren, welche ein Maklerbüro für seine
Vermittlung berechnet und die mangelhaft erbrachten
Leistungen. Eine Gebühr von 2.000,-- bis 3.000,-- €, ist
auch bei kleinen Immobilien, so um die 20.000 € durchaus
üblich. Die reguläre Maklerprovision beträgt in Ungarn 3
%, aber dafür arbeitet fasst niemand. Manchmal wird
sogar doppelt kassiert, nicht nur vom Käufer, sondern
auch vom Verkäufer. Für einen solch horrenden Betrag,
erwartet ein Käufer zur Recht, auch eine entsprechende
Gegenleistung vom seinem Makler, nämlich guten Service,
ehrliche Beratung, zügige und seriöse Abwicklung und
eine gewisse Hilfestellung über die reine Kaufabwicklung
hinaus. Und genau daran fehlt es bei vielen
Maklergeschäften und das ist in der Regel auch die
Hauptursache für die große Unzufriedenheit vieler
Kunden.
Nicht der Preis für den Service ist entscheidet, sondern
das, was man dafür bekommt. Natürlich sollte immer die
Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben.
Man kann das vergleichen mit einem Abendessen im 5 *
Restaurant, das Essen und der Wein sind hervorragende,
das Ambiente gediegen, der Service äußert zuvorkommend,
wer beklagt sich da noch über die Rechnung, schließlich
war es ein wunderschöner Abend, an den man sich noch
lange positiv erinnert.
Wenn Sie sich für die Arbeit mit einem Maklerbüro,
welcher Nationalität auch immer entscheiden, fragen Sie
immer nach den Kosten und welche Leistungen Sie dafür
bekommen und lassen Sie sich diese schriftlich oder in
Form von seinen allgemeinen Geschäftsbedingungen
zusichern. Die Abwicklungen von Kaufverträgen ist kein
Hexenwerk und auch nicht weiter schwierig, sondern
normale Routinearbeit für jeden Rechtsanwalt. Darin kann
der Service also nicht bestehen.
Einige Makler
bieten ebenfalls eine
Baubetreuung als
Service an, teilweise sogar kostenlos. Seien Sie hier
wachsam. Eine professionelle und fachlich fundamentierte
Planung und Ausführung von Umbau und
Renovierungsarbeiten erfordert einen großen Zeitaufwand
und ist mit sehr viel Arbeit verbunden. Nur so kann
Ihnen als Hausbesitzer eine fachlich einwandfreie Arbeit
garantiert werden. Das kann niemand umsonst machen. Die
Preise hierfür sind meist auf den Kaufpreis der
Immobilie mit aufgeschlagen und solche Makler verfügen
in den seltensten Fällen über die entsprechende
Erfahrung. Sie würden sich doch auch nicht vom Friseur
den Blinddarm entfernen lassen. Erkundigen Sie sich nach
ausgeführten Objekten und lassen Sie sich Referenzen der
Arbeiten zeigen, sprechen Sie gegebenenfalls mit den
Hausbesitzern.
Fragen Sie also immer! Und auch hier gilt „ Nichts
überstürzen!“
Was zeichnet einen guten Makler aus:
(1)
Ehrlichkeit:
Ein Makler sollte
niemals einen Verkäufer, oder Käufer, oder eine andere
am Geschäft beteiligte Partei täuschen, betrügen, oder
gleichzusetzende Praktiken anwenden.
(2)
Interessenschutz
Ein Makler sollte
sich verpflichtet fühlen, die Interessen seiner Kunden
zu wahren, zu schützen, aktiv zu vertreten und alle an
einem Geschäftsvorgang beteiligten Parteien fair zu
behandeln.
(3) Gleichheit
Ein Makler sollte
sich verpflichtet fühlen, für alle seine Kunden, egal ob
Käufer oder Verkäufer, den gleichen Einsatz zu zeigen,
unabhängig von deren Herkunft oder der Höhe des
Transaktionsvolumens.
(4) Wettbewerb
Ein Makler sollte
sich nicht ungefragt über andere Immobilienmakler
äußern. Alle erbetenen Äußerungen sollten mit
standesgemäßer Zurückhaltung und Höflichkeit zu
erfolgen.
(5)
Gemeinschaftsgeschäft
Ein Makler sollte
angehalten sein, ein Gemeinschaftsgeschäft mit anderen
Maklern zu tätigen, wenn es zum Vorteil der durch den
Makler vertretenen Partei ist. In diesem Sinne ist ein
positives Verhältnis zu seriösen Wettbewerbern immer
sinnvoll.
Viel Glück!
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